Fotograf und Unternehmer | Die Website

“Habt ihr Eure Websites selber gebaut?”, hieß es kürzlich in einem Internetforum. Diese Frage und die Mails einiger Kollegen haben mich dazu veranlasst über meine Website zu sprechen. Meine Website basiert auf WordPress, das eines der fortschritlichsten und ältesten Publishing Systeme der Welt ist. Mitlerweile gibt es dutzende Firmen und Designer die sich darauf spezialisiert haben für WordPress sogenannte Themes und Designs zu gestalten. Für ein paar Monate hatte ich über meine WordPress installation ein Theme von Elegant gelegt. Es heißt “Flexible”, war aber eher total “Unflexible”. Nach etwas Recherche bin ich dann auf den ProPhoto gestoßen, die Themes programmieren, die sich an den Bedürfnissen von Fotografen orientieren. Ich bin total zufrieden, da ich den Großteil meiner Plugins wieder deninstallieren konnte. ProPhoto beherrscht, out of the box, fast alle wichtigen Funtionen, die ich mir für meine Website wünsche. Um die Eingangsfrage zu beantworten: “Ja, ich habe meine Website selber gebaut.”. Die Installation des WordPress Blogs und das Design meines Logos habe ich einer Agentur gegeben, da ich mich mit Indesign und HTML, Servergedängel nicht wirklich auskenne und es mir auch keinen Spaß macht. Derzeit wird die Website noch ein wenig angepasst, dann bin ich 100% zufrieden. WordPress zu verstehen dauert ein paar Tage, wenn man noch nie damit gearbeitet hat. Ist es aber erstmal durchblickt macht es riesen Spaß!

Credits:
Logodesign und WordPress Installation: Agentur Silberweiss
WordPress Anpassung und Programmierung: Code-X
Hosting: Vegasystems
Bestes WordPress Theme: ProPhoto

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Tipps für knackig scharfe Fotos

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Wahrscheinlich klicken jetzt tausende Menschen auf den Link und sind total enttäuscht, dass es doch nur um Fotografietipps geht. Sorry Jungs, aber das hier ist die falsche Adresse :-). Ich möchte Euch ein paar Tipps geben um schärfere Bilder zu erhalten. Wie oft, hört man von Problemen mit unscharfen Bildern und Fotografen die es auf die Kamera schieben. Ja, ich bekenne mich, denn ich gehörte auch dazu. Wie so oft liegt das Problem aber vor der Kamera und nicht in der Kamera.

1. Sei ein Scharfschütze
Pazifisten werden ihre Probleme haben, aber denkt einfach ihr seid ein Scharfschütze, der sein Ziel nicht verfehlen darf. Der Schütze sucht sich vor dem tödlichen Schuss einen stabilen Halt, lehnt sich an, oder stützt sich auf. Er versucht die Bewegungen seiner Waffe so gering wie möglich zu halten. Gleiches gilt für Eure Kamera. Sucht einen festen Stand und haltet die Kamera ruhig beim Fotografieren. Ich hatte beispielsweise einen kleinen Tick, denn ich habe die Kamera immer leicht nach rechts gedreht beim Auslösen. Also: Ziel ins Visier nehmen, ruhig Atmen, abdrücken.

2. Verschlusszeit
Für mich gilt die Regel: Ab 1/60 sind die Bilder scharf, darunter wird die Chance immer geringer, je nach Brennweite. Die nächste Regel heißt: Die Verschlusszeit ist mindestens gleich der Brennweite zu wählen. Also 1/200 Sek. für 200 mm Brennweite. Das erhöht wiederum die Chance auf scharfe Bilder

3. Objektive richtig einschätzen
Eure Objektive haben Arbeitsbereiche in denen sie besonders scharf sind. Dies bezieht sich auf die Blende, wie auf den Zoombereich. Beim Zoombereich kann man grob sagen, dass die Objektive in den Extrembereichen nicht optimal arbeiten. Also, wenn ich ein 70-200mm Objektiv nutze, produziert es die schärfsten Bilder irgendwo zwischen 100-170mm Brennweite. Die meisten Fotografen sind der Meinung, dass ihre Objektive die schärfsten Bilder irgendwo zwischen Blende 7.1 und 8.0 produzieren. Das stimmt aber nicht ganz. Nehmt Euch 5 Minuten Zeit und probiert Eure Objektive aus. Bei jedem wird die maximale Schärfe (nicht Tiefenschärfe!) bei einer anderen Blendenzahl liegen. Aber erwartet keine ultra knackigen Bilder bei Blende 1.2 :-).

4. Sei zärtlich zu Deinem Auslöser
Der Auslöseknopf ist ein zartes Wesen und so sollte man ihn auch behandeln. Nach dem Motto:”Fokussier doch endich du doofe Kamera!”, werden die Auslöseknöpfe mit aller gewalt gedruckt. Dabei verspannt sich der Fotograf und die Kamera verwackelt. Ergo, unscharfe Bilder. Also…easy know and press!

5. AI Servo & Back Button Focus
- wenn die Kamera still steht und das Objekt auch: ONE SHOT
- wenn die Kamera sich bewegt (bewegt sich immer ohne Stativ) und das Objekt auch (Menschen bewegen sich immer): AI SERVO
- wenn weder dem Fotografen, noch dem Motiv, scharfe Bilder wichtig sind: AI FOCUS
mehr dazu in diesem Blogpost

6. Bilder nachschärfen
Es macht keinen Sinn Bilder grundsätzlich für alle Medien gleich nachzuschärfen. Es gibt signifikante Unterschiede für Druck und Web. Ein Tipp für Web. Das Bild sollte in der Ausgabeform immer genauso groß sein, wie es dargestellt wird, oder exakt doppelt so groß (Bspw. für die Webdarstellung und die Darstellung auf einem Ipad/Retina Display).

7. Unterschiedliche Linsen probieren
Gerade bei günstigen Linsen kommen Fertigungstoleranzen oft vor. Selbst bei teuren Profiobjektiven kann es durchaus sein, das dort eine Montagslinse dabei ist. Bei aktuelleren Kameras ist es auch möglich, Softwareseiteig den Back- oder Frontfokus einer Linse zu korrigieren. Aber bitte schickt Eure Linsen erst ein, wenn ihr alle diese Tips beherzigt.

8. Manuell fokusieren
Bei der Erstellung des Titelbildes habe ich zum ersten mal eine manuelle Scharfstellung über das Display versucht. Display an, Lupe auf 10fache Vergrößerung und man kann ganz exakt den Schärfepunkt einstellen. Aus der Hand ist es evtl. unpraktisch, aber von einem Stativ finde ich die Methode toll!

9. Stativ nutzen, IS ausschalten
Ich benutze selten ein Stativ, da ich ungefähr alle 2 Sekunden eine neue Idee habe und das nicht zu meiner Arbeitsweise passt. Ein Tipp kann ich Euch jedoch geben: Schaltet den Image Stabilizer an Eurem Objektiv aus! Es sei denn, es ist in der Anleitung angegeben, dass das Objektiv auch mit IS auf dem Stativ arbeitet, oder es hat verschiedene Modi für horizontales, oder vertikales Schwenken wie bspw. das Canon 70-200 2.8 IS USM.

Ihr habt noch mehr Tipps? Ich freue mich über Eure Kommentare.

  • Martin - Hi André,
    danke für Deinen Blog. Lese hier immer gerne :)
    Grüße aus Duisburg, MartinAntwortenAbbruch

  • Achim - Hallo Andre,
    danke für die Tipps. Und wenn es dann doch passiert ist, gibt es eigentlich eine Software, die automatisch alle unscharfen Fotos aus meiner Sammlung von einigen tausend findet und mir zum Löschen präsentiert?
    Danke,
    Gruß AchimAntwortenAbbruch

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Lightroom für Hochzeitsfotografen | Bewertung und Sortierung

Früher habe ich meine Bilder mit eins bis fünf Sternen bewertet. Das ist eine sehr subjektive Bewertungsmethode, denn je nachdem wie man gerade so drauf ist kann die Bewertung schon mal zwischen 2-3 Sternen schwanken. Also was gibt es für einen Grund die Bilder mit einer Bandbreite von 1-5 zu bewerten? Für mich keinen mehr.

Meine Hochzeitsbilder sortiere und bewerte ich nach einem einfachen und effektiven System. Nach dem Import sortiere ich die Bilder im Grid View (Taste G) zunächst nach Aufnahmezeit, da ich mit zwei Kameras arbeite. Ganz wichtig dabei ist, dass die Zeiteinstellung in Euren Kameras synchronisiert ist. Das geht auf die Sekunde genau und reicht völlig aus. Danach markiere ich alle Bilder mit einer entsprechenden Farbe nach Tageszeit. Beispiel: rot = Getting ready, gelb = Kirche, grün = Familienportraits, usw. Dann schaue ich mir alle Bilder im Schnelldurchlauf an und bewerte aus dem Bauch heraus mit einem, oder null Sterne. Dazu drücke ich die Caps Lock Taste und muss nur noch auf 1 oder 0 tippen. Die Bilder springen nach der Bewertung automatisch um ein Bild weiter. Nach der groben Bewertung lasse ich mir nur noch die Bilder ab einem Stern anzeigen und bearbeite jetzt jedes Bild, überprüfe die Schärfe etc. Manchmal fliegen weitere Bilder in diesem Arbeitsschritt aus der Sammlung. Nachdem ich mit der Bearbeitung fertig bin, habe ich eine gute Übersicht im Kopf, welche Bilder sich für die Story auf meinem Blog eignen. Diese Bilder erhalten dann einen zweiten Stern. Will ich also für das Hochzeitspaar Exportieren, stelle ich die Sortierung auf alle Farben + einen Stern. Will ich für den Blog exportieren lasse ich mir alle Bilder ab zwei Sterne anzeigen. Ich finds total simpel!

Am Ende des Bearbeitungsprozesses lasse ich mir noch mal alle Bilder anzeigen und gehe sicher das die Sortierung auf “Aufnahmezeit” steht und vergebe einen neuen Dateinamen über Menü/Bibliothek/Fotos umbenennen. Dort wähle ich “Benutzerdefiniert” aus. Meine Datei heißt dann meistens Monat_Hochzeitspaar_Bildnummer0001. Wichtig ist die Bildnummer als Sequenz mit 0001 beginnen zu lassen, da bei normalen Bildvorschauprogrammen die Sortierung sonst nicht stimmt (Bsp. Nr. 10 steht vor  vor Nr. 2). Da ihr hoffentlich nicht mehr als 9.999 Bilder von einer Hochzeit mitbringt, sollte diese Einstellung ausreichen :-). An dieser Stelle müsst ihr selber entscheiden, ob ihr eine fortlaufende Nummer für die bewerteten und bearbeiteten Bilder abgeben wollt, oder eine fortlaufende Nummer für alle Aufnahmen des Tages vergeben möchtet. Ich vergebe sie für alle Aufnahmen des Tages, da es schon mal vorkommen kann, das eine Braut alle Bilder haben möchte. Wenn die Braut dann andere Dateinummern hat als ich in Lightroom, wird das seeeehr müselig. Ich stelle mich da nicht so an und gebe auf Anfrage alle Bilder im jpg Format raus. Wenn dem Brautpaar davon 20-30 besonders wichtig sind, bearbeite ich die gerne im Anschluss kostenlos nach. Wir Fotografen können nämlich auch nicht wissen, welches Bild gerade superwichtig für das Brautpaar ist. Tipp: Wenn ihr irgendwann mal zu Besuch bei einem Brautpaar seid, dessen Hochzeit ihr fotografiert habt, dann schaut mal in deren Bilderregal. Ihr werdet Euch wundern, welche Bilder die beiden ausgewählt haben. Wenn auf dem Bild die Oberlieblingsoma der Braut ist, dann ist Schärfe, Kontrast, Komposition, Ausdruck, blaah..total EGAL.

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  • Uwe Tolle - Deine Arbeitsweise hat was für sich. Ich markiere nach dem Speichern der Bilder nur die abgelehnten und lösche diese. Anschließend markiere ich die Bilder die für das Buch oder Abzüge infrage kommen.
    Deine Methode bringt mehr Struktur in die Sache und durch die Möglichkeit schnell die Tageszeiten zu selektieren hilft sie auch bei der Buchgestaltung.
    Danke für deine Mühe
    UweAntwortenAbbruch

  • Jan - Moin André,

    danke für Die Einsicht in Deine Arbeitsweise. Finde ich sehr Interessant!

    Grüße aus der Lüneburger HeideAntwortenAbbruch

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Lightroom für Hochzeitsfotografen | Meine Importeinstellungen

Mein Leben ohne Lightroom, kann ich mir ganz schwer vorstellen. In der Regel kommt ein Hochzeitsfotograf mit über 1.000 Bildern nach Hause. Diese Bilder wollen sortiert, kategorisiert und bearbeitet werden. Schießt man mehrere Hochzeiten pro Jahr entsteht schnell ein Chaos. Da ich ein strukturierter Mensch bin habe ich mich mit Lightroom auseinandergesetzt und einen Workflow entwickelt der für mich und evtl. andere Hochzeitsfotografen passt. Alles beginnt mit dem Import, der bereits so viele Optionen bietet, das man sie leicht übersieht.

Vorschauen

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In Lightroom arbeitet ihr nicht an Euren original RAWs, sondern an Vorschauen, die Lightroom in seinem Katalog für Euch erstellt. Der Grund dafür ist, dass Eurer Rechner nicht riesige Datenmengen für das durchblättern der Bilder bewegen muss. Je nachdem was ihr für ein Typ seid, gibt es verschiedene Einstellungen für die Vorschau Eurer Bilder in Lightroom. Wer seine Bilder nur kurz durchblättern und bewerten möchte, dem reicht eine minimale bis Standard Vorschau. Ich zoome fast in jedes Bild rein, da ich einen totalen Schärfe Fetisch habe (Für den es keine Therapie gibt :-). Deshalb lasse ich meine Vorschauen 1:1 rendern. Das Rendern dauert deutlich länger als der Import und ist abhängig von Eurer Rechnerleistung. Bei meinem iMac 2.8 GhZ i5 dauert der Import und das rendern der Vorschauen deshalb schon mal zwei Stunden.

Ihr habt übrigens auch die Möglichkeit Eure RAW Datei beim Import in ein DNG File umwandeln zu lassen. Dabei spart ihr 20% Speicherplatz. Ich möchte kein weiteres Dateiformat verwalten und lasse es deshalb 1 zu 1 bei, RAW.

Und noch ein Tipp für die Performance, am Rande. Mein Katalog liegt auf der internen SSD meines Macs. Die verknüpften Original Dateien, sicher auf dem LaCie RAID1. Da die SSD superschnelle Zugriffszeiten hat, ist das Arbeiten mit vielen Bildern deutlich angenehmer, als auf einer HD.

Smart Vorschauen
Wer mit seinem Laptop auf Reisen geht und die Bilder vom Vortag bearbeiten möchte, ohne die Externe Festplatte auf der die Bilder liegen mitschleppen zu müssen, der setzt an dieser Stelle ein Häkchen. Die Verknüpfung zur Originaldatei ist dann für die Bearbeitung nicht nötig. Lediglich für den abschließenden Export muss die Externe Festplatte dann wieder angeschlossen sein. Da mein iMac schlecht in meine Kameratasche passt, lasse ich den Haken an dieser Stelle weg.

Zweite Kopie an folgendem Ort anlegen
Sobald ihr die Daten von Eurer Speicherkarte Kopiert habt, liegen diese Dateien zwei Mal vor. Wem das noch nicht reicht, kann einen weiteren Speicherort dafür auswählen. Mir reicht das, deshalb bleibt der Haken aus.

Dateien umbenennen / Stichwörter vergeben
Ich lasse die Dateinamen erstmal so wie sie sind und benenne die Dateien später nach dem Import um. Stichwörter vergebe ich ebenfalls nicht, da ich ein gutes Ordner- und Bewertungssystem habe und meine Bilder so schnell wieder finde. Zudem dauert mir die Vergabe der Stichwörter zu lange.

Während des Importvorganges anwenden
Ich wähle keine Entwicklungseinstellungen aus, da bei mir jedes Bild individuell behandelt wird. Für Studiofotografie macht das eher sinn, da dort ganze Serien mit einer Einstellung geschossen werden. Sollte ich mich entscheiden jemals eine Hochzeit komplett in S/W zu entwickeln, könnte man dort ein Preset nehmen und schon mal eine Vorentwicklung vornehmen.Für die Metadaten habe ich ein Preset angelegt, in dem mein Name, Copyright und meine Website hinterlegt ist.

…und zack fertig, import drücken, Kaffee trinken!

In meinem nächsten Blogpost zeige ich Euch, wie ich Fotos bewerte und sortiere.

 

 

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Fotograf und Unternehmer | Büroorganisation für Hochzeitsfotografen

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Für meine Arbeit gilt seit Jahren ein klares Motto: “Ich will früh Feierabend machen, deshalb arbeite ich so effizient wie möglich”. Wer mir erzählt, er sitzt täglich 14 Stunden im Büro dem glaube ich erstens nicht und zweitens empfehle ich ihm seine Arbeit besser zu strukturieren (ICH = SCHLAUMEIER). Struktur und Effizienz gibt es auf ganz vielen kleinen Ebenen. Man muss nur genau hinschauen und findet schnell Prozesse und Vorgänge, die sich mit ein paar Kniffen vereinfachen und somit beschleunigen lassen. Heute möchte ich Euch einen kleinen Ausschnitt davon zeigen.

Als Hochzeitsfotograf bekomme ich deutlich mehr Anfragen, als Aufträge. Schön wäre es natürlich andersrum, aber von der Utopie kann ich mich getrost verabschieden. Viele Anfragen heißt viele Mails, Antworten, Rückantworten, doppelt vergebene Termine, Hochzeitspaare die absagen, oder sich nicht zurück melden, etc.. Dafür habe ich einen simplen Workflow eingerichtet:

Jede Anfrage wird von innerhalb von 24 Stunden beantwortet. Ein Großteil der Anfragen kommt über das Anfrageformular meiner Website. Das Formular enthält Pflichtfelder für Email, Datum, Ort und ein Feld in dem abgefragt wird, wie mich das Brautpaar gefunden hat. Damit habe ich die wichtigsten Details für eine Hochzeit ohne Aufwand abgefragt. Als Antwort erhalten die Paare von mir eine Paketübersicht im PDF Format. Die Übersicht ist in meinem Design gestaltet und beinhaltet nicht nur ein Angebot für eine ganztägige Hochzeitsreportage, sondern auch andere Pakete, wie After Wedding Shootings, etc.etc. Selbst Fahrtkosten sind darin enthalten. Das PDF ist auf meinem Rechner gespeichert und in der Dropbox abgelegt, damit ich selbst mit dem Handy, meine Preisliste verschicken kann. Wenn es irgendwie möglich ist, versuche ich vorher mit den Paaren telefonisch in Kontakt zu treten, denn das erhöht die Chance, dass ich den Job tatsächlich bekomme. Danach erhält jedes Paar von mir automatisch eine unverbindliche Option in meinem Terminkalender. Ist der Termin noch frei, ist es die 1. Option. Steht dort bereits eine Anfrage ist es die 2. Option. Um nicht durcheinander zu geraten gilt jede vergebene Option genau 14 Tage, danach verfällt sie automatisch, wenn sich das Brautpaar nicht gemeldet hat.

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Paare die bei mir fest buchen wollen, erhalten einen Vertrag. Ist der Vertrag unterschrieben und die Anzahlung auf meinem Konto eingegangen, ist der Termin fest gebucht. Ich verfahre immer gleich nach dieser Regel und gerate so niemals durcheinander. Der Vertrag für Hochzeitsfotografen enthält nicht nur die Anschrift des Brautpaares, sondern alle Adressen, Zeiten und Telefonnummern, die ich für den Hochzeitstag benötige. Ich scanne ihn ein und hänge ihn als PDF an den Kalendereintrag des Hochzeitstages. So habe ich alle benötigten Informationen dabei.  Persönliche Gespräche, oder Telefonate schreibe ich grundsätzlich mit und speichere mir die Mitschrift in einem eigenen Ordner auf meinem Computer ab. Alle Emails sind per IMAP Account mit meinem iPhone synchronisiert. So kann ich zügig Informationen abrufen, wenn ich sie benötige. Dazu habe ich eine klare Ordnerstruktur in meinem Postfach um Nachrichten schnell wieder zu finden und nicht lange suchen zu müssen. Die Sortierung ist ganz simpel: Jahr/Monat+Vorname Braut+Vorname Bräutigam. Exakt genauso sehen die Dateiordner der Kunden auf meinem Rechner aus. Zusätzlich gibt es in der Email Ordnerstruktur, Ordner für Anfragen und ein Archiv. Ist das Jahr um, kommen alle Hochzeiten in einen Jahresordner. So geht wirklich nichts verloren und ich kann entspannt fotografieren.

Achja! Meine Ordnerstruktur in Lightroom sieht übrigens ähnlich aus. Ganz egal, wo ich mich auf meinem Rechner gerade befinde, alle Ordner sehen gleich aus und ich bin immer schnell orientiert.

Also Leute, räumt Euren Schreibtisch auf und ihr werdet feststellen, dass Büroarbeit nicht so schlimm ist und ihr mit einem strukturierten Workflow mehr Zeit zum Fotografieren, resp. Geld verdienen habt. Oder ihr nutzt die Zeit um einfach mal in der Sonne zu liegen. Das ist übrigens auch ganz schön :-).

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